6 Tipps für digitale Lehre: Ein Soforthilfe-Paket.

Zum Sommersemester 2020 sind wir zum ersten mal dazu gezwungen, Lehre digital zu gestalten, statt in Form des klassischen Präsenzunterrichts. Hier sind 6 Tipps, wie man nahtlos seine Lehre online fortsetzen kann.

  1. Live-Video Call. Benutzt eines der bekannten Tools, womit Ihr vertraut seid. Wichtig ist, dass man einen sicheren Umgang damit findet und seinen Schülern/Studenten gegenüber selbstbewusst auftreten kann. In Live-Video-Chats lassen sich Regeln des herkömmlichen Unterrichts gut anwenden. Wer Fragen hat oder etwas sagen möchte, kann Handzeichen geben oder etwas in den Gruppenchat schreiben. Dies ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich. Zoom ermöglicht es alle gleichzeitig zu sehen, bei Google Hangout (bzw. Google Meet) hingegen müsste man sich über den Chat melden. Während eine Person spricht, empfiehlt es sich, dass sich alle anderen Stumm schalten. Sonst besteht die Gefahr von unfreiwilligen Hintergrundgeräuschen unterbrochen zu werden. Das Video springt nämlich immer zu der Person, die gerade spricht. Möchte man eine Diskussion beginnen lassen? Dann kann man einfach 2-3 TeilnehmerInnen gleichzeitig miteinander reden lassen. Das wichtigste probiert Euch aus! (Eine Tafel im Hintergrund schadet übrigens nicht)
  2. Erstellt einen Youtube-Kanal. Diese Variante ist langfristiger angedacht. Hier bestünde die Möglichkeit Inhalte zu generieren, auf die man immer wieder zugreifen kann. Dies ermöglicht Studierenden einen stetigen Zugriff zum Stoff und dient als Archiv für sich selbst. Auch hier kann man Live-Streams starten. Mit einer einfachen Webcam und Laptop. Jedoch ist man nicht gezwungen zur selben Zeit online zu sein, da Youtube die Live-streams nach Beendigung als Video hochlädt. Hier kann man also seine Zeit flexibel einteilen. Wer weiß, vielleicht entdeckt man durch diese Freiheiten seinen eigenen Lehrstil, der vorher nur bedingt zur Geltung kam!
  3. Erstellt eine Website oder einen Blog. Dies ist in ein paar Minuten über ein CMS-System (z.b. hier) gemacht. Hier kann man sämtliche Inhalte zusammenführen. Von Linkfreigaben von Video-Calls, über die Implementierung von Youtube-Videos bis hin zur digitalisierten Bereitstellung von analogen Dokumenten. Man kann den Blog als Einzige/r mit Inhalten füllen oder man gestaltet ihn interaktiv. Optionen hierfür wären z.b. sich die Kommentar- oder Wiki-Funktion zu Nutze zu machen.
  4. Erstellung einer App. Wer mit seinen Inhalten noch näher an seinen Studenten und Schülern sein möchte, kann sich eine App erstellen, die jedem Nutzer einen direkteren Zugriff auf die Inhalte des Blogs ermöglicht. Zudem bieten Push-Benachrichtigungen die Möglichkeit wichtige Informationen zum Seminar direkt auf das Smartphone der Nutzer zu senden. Weitere Informationen hierzu findet Ihr über unseren Blog. 
  5. Co-Working mit geteilten Dokumenten. Es wirkt zwar so als könne man keine Partnerübungen mehr machen, aber es ist einfacher denn je. Z.b. mit Google Docs. Hier können mehrere Personen (gibt es überhaupt eine Teilnehmergrenze?)  gleichzeitig an einem Dokument arbeiten und sich austauschen. Gibt es Aufgaben, die man gemeinsam könnte? Geteilte Dokumente ermöglichen es! 
  6. Und für alles weitere werdet kreativ und/oder nutzt Plattformen, die bereits existieren! 

Das waren nur einige Ideen mit denen wir bei PhiloCast gute Erfahrungen gemacht haben.  In den Kommentaren sind wir gespannt auf Eure Erfahrungen und Tipps zu diesem Thema!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.